Die Schlüsselwortmethode – Vokabeln effektiv lernen

Die Schlüsselwortmethode ist eine Lerntechnik, die verwendet wird, um Vokabeln und Fremdwörter effektiv zu lernen.

Für wen und was ist sie geeignet?
Geeignet ist die Schlüsselwortmethode eigentlich für jeden, der eine Fremdsprach, oder Fremdwörter und Fachbegriffe erlernen möchte. Ob es dabei um Englisch, Spanisch, Italienisch, Französisch oder Latein geht, diese Lerntechnik kann von großem Nutzen sein. Am besten geeignet ist die Methode für Sprachen, die die gleiche oder ähnliche Lautsprache benutzen wie wir. Also afrikanische Sprachen, die Klicklaute verwenden, wird sich der Schwierigkeitsgrad erheblich steigern. Aber für die oben genannten Sprachen gibt es keine Probleme.
Genutzt werden kann sie auch für medizinische Fachbegriffe und einige andere Gebiete.

Vorurteile
Ich selber verwende die Methode schon lange, leider bin ich auch erst nach meiner Schulzeit darauf gestoßen und hätte mir eine Menge Frust ersparen können. Der erste Kontakt mit der Schlüsselwortmethode ist meistens Skepsis bis Ablehnung. Viele halten es für mühsam und aufwendig und lernen lieber ihre Vokabeln noch immer mit der “Hammer-Methode”, sie lesen die Vokabel so oft, bis sie hängen bleibt.
Bevor ich jetzt erkläre, wie diese Methode funktioniert, möchte ich euch bitten keine Vorurteile zu haben und das ganze erst einmal auf sich wirken zu lassen.

Das Prinzip
Das Prinzip, auf den die Schlüsselwortmethode basiert, ist recht einfach. Wir haben eine Vokabel und die dazu passende Übersetzung, beispielsweise Deutsch.
Wir müssen nun ein deutsches Wort suchen, das dem englischen Wort in der Aussprache ähnelt und versuchen eine Verbindung in Form einer kleinen Geschichte herzustellen, dabei sollte man sie sich bildlich vorstellen können. Deswegen umso farbenfroher und bunter, umso besser und wenn Emotionen noch mit hinein gebracht werden sollte es noch besser haften bleiben und kaum noch ein Problem darstellen, eine Vokabel zu vergessen.
Damit es gleich verständlicher wird, möchte ich das Ganze direkt mit einem kleinen Beispiel. Was immer gerne genommen wird, ist Ente, das im englischen duck heißt.
Nun müssen wir ein deutsches Wort finden, das dem englischen duck sehr ähnlich ist, da fällt mir Dock ein. Das Dock befindet sich im Hafen, an dem die Hafenarbeiter die Schiffe beladen.
Daraus müssen wir jetzt eine kleine Geschichte basteln.

Eine riesige quitsch gelbe Ente liefert sich in einem Hafen einen Kampf mit Godzilla. Menschen rennen kreischend davon. Nur ich bin mutig und versuche die Ente mit einem Lasso einzufangen, um sie dann am Dock zu befestigen, damit sie keinen Schaden mehr anrichten kann.

Der Vorteil der Schlüsselwortmethode ist, dass zwischen der zu lernenden Vokabel und der Übersetzung eine Verbindung entsteht, das bei den herkömmlichen Techniken nicht der Fall ist. Verbinden könnt ihr die Methode mit Karteikarten.

Und kommt es euch nun befremdlich vor, oder habt ihr eure Vorurteile vorher über Bord geworfen und euch darauf eingelassen? Ich kann nur sagen es lohnt sich. Der ein oder andere denkt wahrscheinlich, das s der Aufwand, sich für jede Vokabel eine Geschichte auszudenken in keinem Verhältnis zum Nutzen steht, und da widerspreche ich, denn der Nutzen ist groß. Denn eine Geschichte bildet sich meistens sehr schnell. Ok am Anfang wird es wahrscheinlich etwas dauern, bis ein passendes Schlüsselwort gefunden ist, aber mit der Zeit geht es wie von selbst.

Das Geheimnis, wenn es denn eins ist, liegt darin, dass das menschliche Gehirn Bilder besser verarbeiten und speichern kann, als abstrakte Informationen, wie Zahlen oder Buchstaben (Wörter).

Aber ich muss jetzt auch noch sagen, wie überall im Leben, von nichts kommt nichts. Denn Wiederholungen sind auch hier Pflicht, sonst bringen die besten Geschichten nicht viel.
Es gibt einen ungefähren Richtwert, der von Mensch zu Mensch variieren kann.

1. Wiederholung 1 Stunde
2. Wiederholung 1 Tag
3. Wiederholung 1 Woche
4. Wiederholung 1 Monat
5. Wiederholung 4 – 6 Monate

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